Gedankenkreisel…

Gestern habe ich noch zu meinem Freund gesagt das ich lange nicht mehr in meinem Blog geschrieben habe.

Heute morgen bin ich mit Sonnenschein aufgewacht und mein erster Gedanke war wie unterschiedlich es ist wenn man den Tag mit Sonne startet oder im tristen Wintergrau.

Und dann sind meine Gedanken weiter gekreist.

Die letzten Wochen, Tage wie waren sie.

Ostern wäre überstanden.

Feiertage sind keine Tage zum feiern mehr für mich, sondern erinnern mich. Erinnern mich daran das es da jemand gibt der eine große Lücke hinterlassen hat in meinem Leben.

Eine von Lio‘s tollen Patentanten hat mich zu sich nach Hause eingeladen im Kreise ihrer Familie gemeinsam zu Ostern an Lio zu denken.

Es war so gut für mein Herz.

Denn momentan sehe ich irgendwie dabei zu wie die Zeit mein Kind verschlingt.

Tatsächlich mag es sein das mit der Zeit Wunden heilen und es leichter wird, aber das macht nichts ungeschehen oder wieder gut.

Und ersetzt nicht.

Es hat unfassbar weh getan die letzten Tage, ich weiß gar nicht was mehr geschmerzt hat, das mein Kind Ostern nicht mit mir verbringen konnte oder das ich versucht habe Lio beiseite zu schieben um anderen die Tage nicht zu verderben.

Denn eigentlich hätte ich unwahrscheinlich gern geweint und mich verkrochen.

Das ist zu Ostern aber kaum möglich.

Tatsächlich habe ich aber trotz der Traurigkeit über die Ostertage doch einige nette Stunden mit netten Menschen gehabt.

Das tröstet.

Momentan habe ich kein besonders gutes Immunsystem.

Ich bin für meine Verhältnisse oft krank, immer wieder auf‘s Neue.

Das ist auch eine Belastung für mich, weil ich es nicht kenne.

Ich habe aber keine Lust die Ursachen dafür zu erforschen.

Oder tausend Ärzte abzuklappern.

Das ist so Energieraubend für mich.

Keine Ahnung wie ich es erklären soll, oder ob man versteht was ich meine.

Dann kommen die verschiedenen, diversen Tipps, Tricks, Meinungen und Analysen und endet bei Psychosomatik was ich zur Zeit einfach nicht mehr hören kann.

Welche Seele, welcher Körper würde nicht unter dem Verlust seines Kindes leiden?

Für Trauer gibt es keinen Zeitplan.

Ich will einfach nur sein.

Nicht funktionieren oder mich erklären.

Nicht bewertet oder analysiert werden.

Ich will heilen.

Meinen Emotionen die Erlaubnis geben zu sein.

Der Mensch hat so eine unbändige eigene Kraft und Stärke das er Sachen überstehen und überleben kann die unvorstellbar sind.

Die Frage ist nur für was oder wen das alles überstehen?

Ich befinde mich auf der Reise um die Antwort zu finden.

Lio‘s Patentante, sie ist meine langjährige beste Freundin und ich werden in der nächsten Zeit alles für Lio‘s offizielle Verabschiedung bei seiner Ruhestätte in Österreich vorbereiten wo er im Kreise seiner Familie und Freunde seinen Seelenfrieden finden kann.

Endlich.

Der triste Winter ist überstanden, der Frühling kommt, es ist an der Zeit Lio’s Seele einen Ort der Begegnung zu schaffen.

Endlich.

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Autor: puzzlelicious

Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.

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