Schmerzwelle…

Ich habe gerade beschlossen einen Blogeintrag in einer meiner Schmerzwellen zu schreiben.

In der ich mich jetzt befinde.

Das habe ich noch nie getan und nicht geschafft.

Eigentlich habe ich mich dann immer eingeigelt und bin ein paar Stunden von dieser Welt verschwunden.

Vor einem Jahr waren es sogar noch Tage.

Ich habe mir überlegt wenn man nicht sagt wie es sich anfühlt wie sollen andere verstehen was in einem vorgeht und was es mit einem macht.

Wie soll man gesehen werden.

Ich kann nicht gut reden, aber ich kann gut schreiben.

Ich liege gerade mit Kopfhörern in den Ohren im Bett und höre mir melancholische Musik an und denke an jede Erinnerung die ich von meinem Sohn habe und es schmerzt grauenhaft, alles zieht sich zusammen und ich kann meine Tränen nicht zurückhalten.

Ich habe es schon am Anfang der Woche gemerkt das diese Welle über mich hereinbricht und sie hat mich tatsächlich mit voller Wucht erwischt.

So sehr das mir das reden schwer fällt.

Das ich nicht aufstehen will.

Das ich mich zwingen muss da zu bleiben mit meinem Geist, mit meinem Verstand.

Das ich mich zwingen muss zu Essen und zu trinken.

Das ich mich zwingen muss die Menschen um mich herum zu sehen, zu fühlen.

Meine Beine fühlen sich schwer an.

Mein Antrieb ist schwach.

Mein Körper fühlt sich krank und wahnsinnig müde an aber schlafen kann ich nicht.

Ich sehe in Gedanken sein wunderschönes zerknautschtes mini Gesicht vor mir.

In Dauerschleife.

Lionel.

Mein Sohn.

Ja, ich habe einen Sohn.

Ich bin ganz furchtbar stolz auf ihn.

Seine kleinen mini Hände und mini Füße.

Ich halte seinen kleinen mini Kopf und sage immer wieder das er gehen darf.

Das er keine Angst haben muss.

Das er gehen darf.

Das er niemals allein ist.

Das ich ihn liebe.

Das er gehen darf.

Niemals werde ich diese Zeit vergessen.

Niemals nie.

Ich weiß heute ist der Höhepunkt dieser Schmerzwelle und ich weiß morgen klingt sie wieder ab und ich werde wieder aufstehen.

Ich werde wieder leichter atmen.

Ich werde mich nicht mehr erdrückt fühlen.

Meine Beine werden mich wieder tragen.

Ich denke gerade wie merkwürdig das was ich schreibe für Menschen klingen muss die Gott sei Dank nicht wissen wie sich Trauer anfühlt.

Aber geht es nicht darum das Leben als Ganzes zu sehen.

Tabuthemen gehören nicht ausgegrenzt.

Schmerz soll benannt werden.

Wir sind keine Roboter, wir sind Menschen mit Gefühlen.

Warum habe ich diesen Blog angefangen?

Für meinen Sohn.

Ihm zur Ehre.

Und alles was ich bin und fühle widme ich ihm hier.

Für immer Liebe💛

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Autor: puzzlelicious

Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.

Ein Gedanke zu „Schmerzwelle…“

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