Geteiltes Leid…

…ich habe eine Freundin die mit mir das gleiche Schicksal teilt.
2016 war nicht unser Jahr.

2016 war ein schrecklich, trauriges Jahr für uns beide.
Leider wohnt meine Freundin 360 km von mir entfernt, aber gestern bin ich zu ihr gefahren.

Sie ist die Schwester meiner besten Freundin.

Meine beste Freundin die mich so viele Jahre begleitet und liebt und mir bei Ihnen zuhause einen Ruheort geschaffen hat.

Einen Ort zu dem ich flüchten kann wenn der Schmerz so tief ist das ich nicht mehr weiter weiß.
Jetzt bin ich also hier.

Es ist eine schöne Zeit.

Ich saß gestern Abend mit meiner Freundin die das gleiche Schicksal teilt auf ihrer Terrasse, in Decken eingemuckelt, Blick auf ihren Garten, Vollmond, Sternenhimmel und wir haben unendlich viel geredet.
Wenn ich mit ihr bin fühle ich mich frei, fast normal könnte man sagen.
Mit ihr kann ich über unsere verstorbenen Söhne, unsere Gefühle, Gedanken, unsere Erfahrungen mit anderen Menschen, unsere tiefe Trauer reden und es tut gut verstanden zu werden.

Der Austausch und die Kraft die man sich gegenseitig gibt ist Balsam für meine zerschundene Seele, für mein gebrochenes Herz.

Es ist nicht so dass ich mit anderen, mit Nicht Betroffenen nicht darüber reden kann und darf, aber ich habe bei Menschen die so etwas nicht überleben mussten ständig Angst.
Angst ich würde sie belasten, Angst ich würde sie runterziehen, Angst man nervt wenn man viel traurig ist.

Angst ich verletze sie viel zu oft mit meiner wechselnden Stimmung, meiner Wut.

Wiederum passiert es mir oft bei anderen das ich meinem Sohn gegenüber ein schlechtes Gewissen habe, weil ich ihn zu wenig erwähne, dabei könnte ich stundenlang über ihn, über unsere Geschichte reden.
Aber Trauer macht auch andere traurig, schockiert, verletzt, zieht runter, es ist so das unsere Sorgen und Gedanken nicht mehr kompatibel sind.

Aber mit meiner Freundin ist das anders, da muss ich mich nicht mit meinen Gefühlen zusammenreißen, wenn mir die Tränen kommen ist es ok. Wenn ich wütend bin ist es ok.
Ich tue ihr mit meiner Trauer und meinem Verhalten nicht weh.

Sie versteht mich und das tut mir wiederum unendlich leid, denn ich wünschte von Herzen das sie diesen Schmerz und Verlust nicht überleben und erleben muss.

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Autor: puzzlelicious

Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.

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