Wut…

…ich bin so wütend.

Auf mich selbst, auf das Leben, auf Gott ( falls der überhaupt existiert).

Ich lese meine letzten Einträge und frage mich wie es sein kann das man das Gefühl hat es stabilisiert sich alles und plötzlich gibt es wieder eine große Atomexplosion.

Plötzlich sitzt man da und denkt sich warum soll ich mich bitte zusammen reißen, für wen und was?

Warum soll ich den Menschen das Gefühl vermitteln, ach ja ich schaffe das alles schon und es ist besser, es ist leichter.

Also ob es hier um alltägliche Probleme geht.

…oder ist es einfach nur ein Gefühl von dem ich mich leiten und negativ beeinflussen lasse. Bin ich einfach viel zu schwach um dem zu widerstehen. Bade ich im Selbstmitleid, bedauere ich mich selbst. Sehe ich mich als armes Opfer? Oder bin ich viel zu hart zu mir selbst. Gestehe ich mir nicht ein das ich ein Recht darauf habe wütend und traurig zu sein.

Habe ich mich doch negativ verändert, bin ich zu direkt.

Ich war immer empathisch, mir war es wichtig das die Menschen um mich herum sich wertvoll und geliebt fühlen. Das ich sie ermutigen kann, in Ihnen sehe was sie selbst nicht sehen können. Dieser Wunsch das andere glücklich und zufrieden sind.

Und jetzt bin ich gar nicht mehr empathisch, kommt mir das so vor oder ist es so. Bin ich kalt, direkt und unbarmherzig geworden. Habe ich alle meine Geduld verloren. Bin ich doch zu sehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich andere aus den Augen verliere?

Man sagt mir, du musst auf dich schauen, achten, dich pflegen, aber ich laufe doch sowieso unvollständig durch die Gegend und in Wahrheit wird sich das auch nicht mehr ändern.

Und warum macht man sich selbst Mut, damit man anderen von seinem Leben erzählen kann, damit andere ermutigt sind, damit andere denken, hey man kann immer wieder aufstehen. Wie toll.

Ich will gerade, jetzt, in diesem Moment liegen bleiben.

Ich wäre jetzt eigentlich Mutter und in Wahrheit bin ich nichts und niemand.

Es ist ein Kampf um’s überleben, ein aufstehen und wieder hinlegen, es ist Mut fassen und Hoffnung verlieren.

Es ist ein Wechsel zwischen Neuanfang und Abschied.

Es ist einen klaren Kopf behalten wollen und den Verstand verlieren.

Es macht müde, es zerrt, es beraubt und es heilt doch.

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Autor: puzzlelicious

Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.

6 Kommentare zu „Wut…“

  1. Dein Schmerz ist so unvorstellbar groß! Deinen kostbaren, einzigartigen, unschuldigen, wunderschönen Lio zu verlieren … Das ist mehr wie ein Herz ertragen kann. Manchmal muss Es (Dein herz) einfach schreien. Es tut so weh das Es sonst keinen Ausdruck dafür gibt. Es ist auch noch nicht lange her … es ist alles noch so frisch, Vergiss das nicht. Ein Jahr ist nichts … nach dem Verlust des eigenen Sohnes.
    Ich denk an dich und wünsche dir das du es zulassen kannst … 💛

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  2. Es ist an der Zeit, dass Dir andere geben was sie von Dir empfangen haben. Es ist an der Zeit Deine Trauer, Deine Wut und den Schmerz mit anderen zu teilen. Es ist an der Zeit zu stürzen und von Freunden aufgehoben zu werden.
    Lass zu, dass Du Mensch mit Emotionen bist – lange hattest Du die Kraft mit Deiner Empathie für andere da zu sein. Jetzt sind Deine Gefühle so wie sie sind.
    Du hast kein Selbstmitleid – Du spürst echtes Leid!
    Diese Zeit ist wichtig für Dich und Deine Zukunft. Diese Zeit ist jetzt!

    Gefällt 1 Person

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