Rückblende…

…ich war heute wieder bei meinen Therapeuten und wir haben eine Rückblende durchgeführt.
Das ist sehr ermutigend.

Diesen Eintrag widme ich den Menschen die mich die letzten Monate in meiner Trauer getragen haben.

Anfang des Jahres haben mich meine Schwester und mein Bruder aus Deutschland abgeholt, sie sind die ganze Nacht mit ihrem Auto über 1000 km durchgefahren um mir mein Leben zu retten.
Ich war damals so zerstört, ekelhaft zu allen und jedem, ein Monster und ohne Hoffnung.
Ich habe jeden von mir weggestoßen, mit allen den Kontakt abgebrochen, ich wollte nicht mehr existieren.

Mein Bruder und meine Schwester sind nicht nur die ganze Nacht durchgefahren, sondern auch gleich wieder mit mir zurück nach Wien.
Es muss eine Tortur für sie gewesen sein.
Sie haben beide Familie, tolle Kinder und trotzdem bin ich Ihnen so viel wert das sie alles stehen und liegen gelassen haben um mich zu holen.
Ich glaube nicht das jemals jemand so etwas großartiges aus bedingungsloser Liebe für mich getan hat.

Meine Schwester und ihre Familie haben mir ein Zuhause gegeben und es war bestimmt nicht leicht mit mir.
Ich war in einem großem Gefühlschaos und voller Schmerz über den Tod meines Sohnes.
Aber sie haben mich liebevoll aufgenommen und mich langsam wieder auf die Beine gestellt.

Mein Bruder und meine Schwester haben mich zu Psychologen begleitet, alle administrativen Sachen mit und für mich geregelt, denn ich war dazu gar nicht in der Lage.

Ich weiß noch genau mein 1. Besuch bei einem Arzt, in meinem Kopf hat es nur gehämmert, Panik weil ich meinen Partner verlassen habe der mir immer wieder gesagt hat, sollte ich ihn jemals verlassen würde er sich das Leben nehmen.
Tiefe Erschöpfung, Soziophobie, Angst, Schmerz, Trauer alles in einem, ich war einfach am Ende.
Dieser Arzt war Weltklasse, innerhalb 1 Stunde hat er mir so viel Mut mitgegeben das ich mich in therapeutische Behandlung begeben konnte und wollte.
Für mich mittlerweile undenkbar das alles ohne psychologische Unterstützung zu meistern.
Ich habe wirklich die richtige Hilfe in meiner Trauer.

Nicht nur meine Schwester, mein Bruder, ihre Familien und meine Therapeuten sondern auch meine engsten Freunde.
Die mich nie losgelassen haben, die mit mir weinen, wütend und traurig sind.
Die alles was ich Ihnen anvertraue behüten wie einen kostbaren Schatz.
Die mich versorgt haben mit materiellen Sachen, finanziell und ganz besonders auch emotional in jeder Gefühlslage auffangen.
Immer wieder auf’s Neue.

Und es gibt diese Menschen, die Ähnliches erlebt und mir ihre Geschichten anvertraut haben. Mit denen ich eine tiefe Verbundenheit aufgebaut habe.

Und dann gibt es noch diese tollen Menschen die wieder neu in mein Leben getreten sind, mit denen ich vor Jahren sehr eng befreundet war und die mir jetzt ihre wertvolle Zeit widmen und mich daran erinnern wer ich bin.
Mit denen ich das Jetzt und Hier neu genießen darf.

Und es gibt diese Menschen die enge Freunde geworden sind weil sie so ein liebevolles Herz besitzen, die mich zum Lachen bringen, mit denen ich die ganze „Scheiße“ mal vergessen kann.

Heute ist mir sehr bewusst geworden was für wunderbare Menschen ich eigentlich kenne.
Was für ein Segen diese Menschen in meinem Leben sind.
Dafür bin ich unendlich dankbar!
Ich hoffe ihr wisst wie groß meine Wertschätzung euch gegenüber ist!
Ich hoffe ihr wisst das ihr für immer in meinem Herz ein Zuhause habt und wann immer Ihr etwas braucht, möchte ich das ihr wisst, das ich für euch genauso kämpfen werde wie ihr für mich!
DANKE!

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Autor: puzzlelicious

Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.

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