Fremdbestimmt…

…der Mensch ist fremdbestimmt.

Er schmiedet Pläne und kann von Glück reden wenn die Pläne durchgeführt werden können.

Fremdbestimmt vom Tag der Geburt bis zum Tod.

Der Mensch kann nur bis zu einem gewissen Grad sein Leben selbst in die Hand nehmen, zwar immer entscheiden was er aus diverse Situationen macht.

Nein stimmt nicht, ab einem gewissen Alter, Reife, Weisheit kann man selbst entscheiden was man aus diversen Situationen macht.

Als Kind ist man vollkommen abhängig von seinen Eltern und dem Umfeld.

Als älterer Mensch ist man vollkommen abhängig von seinen Kindern und dem Umfeld.

Aber niemals kann der Mensch entscheiden ob er leben darf, wo er geboren wird, welche Nationalität, welches Land, welche Sprache, in welches Umfeld er kommt, ob gesund oder krank und wann ihn der Tod wieder abholt.

Und bei all dieser Erkenntnis ist es uns Menschen trotzdem nicht möglich ein Leben in Frieden miteinander und ohne vergleiche auf dieser vorübergehenden Erde zu verbringen.

Da wird gewertet, geredet, gefühlt, gelästert, geurteilt, gehasst, geliebt, gelebt.

Der Mensch ist die komischste Erfindung überhaupt und gleichzeitig das größte Wunder.

Nicht definier und erklärbar.

Nur auf der Durchreise auf dieser Erde für kurze Zeit.

Nicht zu begreifen.

Aber EINZIGARTIG!

Auch wenn man das alles so gern beiseite schiebt und verdrängt.

Auch wenn man Menschen die darüber nachdenken als Idioten oder Klugscheißer bezeichnet.

Oder als zu ernst, depressiv und pessimistisch.

Auch wenn man Menschen die nicht darüber nachdenken als zu oberflächlich bezeichnet, oder als zu optimistisch.

Im Endeffekt kann man nichts richtig machen.

Irgendwas ist immer.

Der Mensch ist und bleibt fremdbestimmt.

Eine vollkommene Freiheit und inneren Seelenfrieden wird es nicht geben.

Fremdbestimmt von wem oder was auch immer.

Ganz egal was man sich hier auf der Erde für einen Namen, Titel, Reichtum, Ablenkung, Erkenntnisse aneignet.

Mitnehmen kann man davon gar nichts.

Wer hält die Zügel des Lebens in der Hand?!

Und was ist das Geheimnis des Lebens?

Vielleicht einfach nur so etwas banales wie die schönen Dinge, Augenblicke, gemeinsame, glückliche Zeit, Naturschönheit, besondere Orte, Miteinander, Gesundheit, Erfolg, Liebe genießen die man erleben darf?.

Nobody Knows!

Advertisements

Frust…

…Ich habe gestern Abend einige Zeit mit meinem Partner auf der Terrasse gesessen und wir haben uns alle möglichen Fragen über das Leben gestellt.

Warum haben manche Menschen es einfacher im Leben und andere wiederum müssen ständig Steine die Ihnen in den Weg gelegt werden umgehen.

( …natürlich um aus den Steinen etwas schönes zu bauen ☝🏻 )

Warum gibt es diese Glück und Pech Waage?

Natürlich das man aus diesen Tiefen wächst, ist ja logisch! ( Ironie an )

Und was kommt danach?

Nach diesem Leben?

Welcher Glaube, welche Entscheidung, welche Erfahrung, welcher Weg ist der Richtige?

Oder ist Glaube einfach nur ein Rettungsanker, eine Hoffnung, ein Wunsch der Veränderung.

Welche Überzeugung ist wichtig?

Der Mensch braucht Überzeugung und Ziele sonst ist er kaum lebensfähig.

Also bitte abrackern um jeden Preis und alles und jedem gefallen, mit Aussehen, Materialismus, mit Herzensgüte, Karriere und bla bla bla ..denn das bringt einem genau … ⁉️

Zumindest verhindert es nicht deinen Tod 😜

Ich bin mit meinen 36 Jahren so oft in die Knie gezwängt worden das für mich bewusst leben eine andere Bedeutung hat.

Mich nervt es das ich nicht alle fesseln der Gesellschaft ablegen kann.

Das ist ja kaum möglich, oder?

Probleme entstehen oft dann wenn man die Erwartungen anderer erfüllen muss, soll …aber nicht kann.

Warum nicht können, weil man eben einfach nur ein Mensch ist !!!

Wie oft habe ich mir selbst gesagt, reiß dich zusammen.

Rede nicht über deine Vergangenheit, die ist ja vorbei, juhuuuu!

Das ist ja nicht der richtige Zeitpunkt und Ort um sich mal auszukotzen.

Damit können ja nur wenige umgehen, das macht ja Angst oder man zieht runter 🙈

Oje oje oje.

Und bitte hört auf zu jammern! 😃

Als ob man sich Schicksale aussuchen kann und darf.

Schicksale die unweigerlich verändern, außer man ist ein eiskalter, abgefuckter Roboter.

Und wie war das nochmal mit der Liebe?

Liebe dich, liebe alle, liebe alles und mach das ja richtig.

Achte immer schön auf dich und die ganze Welt.

Und wie ist es manchmal?

Geliebt wird man oft nur wenn man so ist wie geplant oder gewollt.

Wenn man den Erwartungen anderer entspricht.

Mit wenigen Ausnahmen.

Und was ist mit all den negativen Gefühlen und Gedanken die man ab und zu hat?

Halloooo es ist doch so einfach, du musst einfach nur deine Gedanken anders denken und dann wirst du reich, schön, supertoll, herzlich, authentisch, großartig und hast ein fantastisches Leben!

Tja man liest die Ironie in meinem Blogeintrag.

Ich weiß!

Frust!

Nicht jeder Tag ist gleich, nicht jeder Tag ist einfach, nicht jeder Tag ist schön.

( das darf aber auch mal sein )

Frust ist wirklich oft ganz große SCHEIßE ❗️😂

Gelassenheit…

…kann man lernen.

Ich glaube nicht daran das man in seinem Leben an den wahren und einzigen Punkt der Zufriedenheit kommt.

Ich glaube das Leben ist ständige Bewegung.

Was kann man denn schon großartig planen?

Besser ausgedrückt nicht alles was geplant wird kann man auch umsetzen weil das Leben manchmal nicht mitspielt.

Man kann sich nur jeden Tag auf‘s neue entscheiden was man aus dem Tag macht.

Und wie man ihn auslebt.

Vor allem weiß ja keiner wirklich wann unser Leben endet und was uns nach diesem Leben erwartet, es gibt viele Vermutungen und Thesen, aber was definitiv sein wird nach dem Tod weiß kein Mensch.

Ich denke das es wichtig ist sich selbst den Spiegel vorzuhalten.

Fehler einzusehen und sich entschuldigen können.

Seine Prioritäten festzulegen nach der Wichtigkeit.

So gut es eben geht selbstlos zu sein.

Versuchen nicht zu werten.

Einen Lebensstil der Vergebung zu leben und sich in Gelassenheit üben.

Zu sich selbst stehen.

Und vor allem auch einfach mal den Ernst des Lebens beiseite legen und Spaß haben.

Verrückt sein, Mut haben und sich federleicht fühlen.

Ich muss ehrlich eine meiner größten Schwächen zugeben.

Ich habe einen scharfen Gerechtigkeitssinn und kann mich manchmal tagelang in Ungerechtigkeiten die Menschen verursachen hineinsteigern.

So sehr das ich nicht schlafen kann und vollkommen vereinnahmt bin davon in meiner Gedanken und Gefühlswelt.

Aber ist das wirklich notwendig?

Nein.

Tut es mir gut?

Nein.

Es lebt sich leichter wenn man sein Recht Recht zu haben auch mal aufgibt.

Wenn man seine Gedanken auf positive Menschen und Situationen lenkt, Zeit mit Ihnen investiert und andere das tun lässt was sie so oder so machen würden, auch wenn man sich erklärt.

Ich kenne Menschen die haben eine schwere Vergangenheit und zahlreiche Schicksalsschläge wegstecken müssen die kaum vorstellbar sind und sind trotzdem demütig, barmherzig und wollen ihr Leben genießen.

Auch wenn sie allen Grund hätten mit dem Leben zu hadern.

Das sind Menschen die ich wirklich bewundere und als Vorbild ansehen kann.

Menschen die auf Worte auch Taten sprechen lassen, egal wie schwer das für sie sein mag.

Woran erkennt man ob jemand ein gutes Herz besitzt oder Fake ist?

Diese Frage sollte man sich stellen um sich vor Manipulation zu schützen.

Wenn man Reue und Selbstreflexion besitzt, wenn man die Früchte der Veränderung sehen kann indem es gelebt wird.

Wenn man wertvoll behandelt wird und sich gut fühlt.

Fakt ist, Veränderung geschieht nicht von heute auf morgen, es ist ein Prozess der das ganze Leben anhält.

Aber Menschen die wirklich bereit für Veränderung sind oder ihre Geschichte und ihren Charakter ändern möchten leben dies auch Schritt für Schritt aus.

Ich kenne auch Menschen die ihre negative Vergangenheit dafür verwenden um Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen.

Die nicht bereit sind aus ihrer Opferrolle auszutreten und diese als ihre Entschuldigung angeben.

Das sind Menschen die ich akzeptieren muss ohne mich zu rechtfertigen und das fällt mir ehrlich gesagt oft schwerer als ich eigentlich möchte.

Mehr Gelassenheit im Leben ist mit Sicherheit ein großes Geheimnis für mehr Wohlbefinden.

Gelassenheit ist eine Entscheidung die man treffen muss, eine Art der Selbstpflege und Selbstliebe.

Gelassenheit bedeutet nicht das man sich alle Ungerechtigkeiten gefallen lassen soll und muss.

Es ist manchmal wichtig eine klare Grenze zu setzen.

Gelassenheit ist viel mehr die Kunst egal wie man in manchen Situationen und von manchen Menschen behandelt wird sich trotzdem sein Gemüt nicht vergiften zu lassen.

Oder darunter zu leiden.

Sich weniger sorgen, einfach mal locker sein, weniger denken und sich weniger über andere definieren.

Kunterbunte Gedanken…

…ich habe meinen Blog ein bisschen vernachlässigt.

Es gab so viel Veränderung auf einmal in meinem Leben im letzten Jahr das ich erstmal in die neuen Situationen und neuen Menschen an meiner Seite hineinwachsen und mein Herz bei allem prüfen musste.

Im Hinterkopf immer diese 3 Fragen:

WILL ich das.

Will ICH das.

Will ich DAS.

Wenn man diese Fragen aufrichtig für sich selbst beantworten kann und sich bei den Antworten wohl fühlt befindet man sich denke ich auf einen guten Weg.

Ich habe eine wichtige Sache durch meinen Sohn gelernt die ich auch kurz erwähnen will.

Vor Lio war ich ein Mensch der viel Zweifel an sich selbst hatte und sich oft abgelehnt fühlte.

Ich war ein Mensch der sich vor allem in anderen Menschen oft verloren und total selbst aufgegeben hat.

Ich war ein Mensch der sich viel zu oft manipulieren und emotional erpressen ließ.

Angst hatte Grenzen zu setzen und Nein zu sagen.

Denn ich wollte ja das man mich mag, der Preis war oft aber viel zu hoch.

Ich war aber auch ein Mensch der gerne im Selbstmitleid gebadet hat.

Ein Mensch der auf Grund einiger traurigen und schlimmen Erlebnisse in der Vergangenheit auch manchmal nicht besonders nett zu sich selbst und zu anderen war.

Auf eine ungesunde und vor allem versteckte Art und Weise sogar egoistisch.

Verletzte Menschen, verletzen Menschen!

Doch durch Lio habe ich bedingungslose, reine Liebe erfahren.

Fast 2 Jahre nachdem mein kleiner Lio nicht mehr lebt hat sich meine Sichtweise und die meines Herzens in vielen Dingen geändert.

Mit voller Wucht demütig zu werden, am Boden aufzuschlagen war das was mich aufgeweckt hat.

Nicht nur meine Stärken sind mehr zum Vorschein gekommen sondern ich habe meine Schwächen und schlechten Charaktereigenschaften genau angeschaut und auch diese akzeptieren gelernt.

Man kann immer an sich selbst arbeiten.

Das ist auch das was die meiste positive Veränderung bewirkt.

Bei sich selbst anfangen.

Jeder Mensch besitzt Stärken und Schwächen.

Das ist keine Schande sondern Fakt.

Aber um echte Freunde zu haben, muss man in erster Linie selbst ein Freund sein.

Das bezieht sich auf so ziemlich alle zwischenmenschlichen Beziehungen.

Sein Lebensglück findet man nicht in anderen Dingen oder Menschen.

Man kann weder von anderen Menschen geheilt werden noch heilen.

Und ich habe alles möglich versucht um meinen Seelenfrieden zu finden und bin oftmals gescheitert.

Heute weiß ich, Glück ist auch nur ein Zustand der nicht immer gegeben ist.

Glück und Leid gehören zusammen.

Respekt, Rücksichtnahme und Wertschätzung anderen Menschen gegenüber, Grenzen setzen und Selbstliebe machen ein zufriedenes Leben möglich.

Ändern kann man niemand, wenn man sich über andere oder besser gesagt deren Verhalten einem gegenüber ärgert ist das oft ein gutes Übungsfeld für einen selbst.

Egal wie groß Erkenntnisse werden und sind, nach wie vor bleibt das Leben trotzdem für den menschlichen Verstand ein Rätsel, ein Geheimnis.

Man muss es einfach irgendwie leben, warum dann nicht gleich positiv und menschlich.

Wertet nicht über mich…

Wertet nicht über mich…

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht wisst wie es sich anfühlt täglich aufzuwachen und zu vermissen.

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht wisst wie schwer es ist einen Weg der Verarbeitung finden zu müssen ohne durchzudrehen.

Wertet nicht über mich, wenn ihr mir dabei nicht in die Augen schauen könnt.

Wertet nicht über mich, wenn ihr zu ängstlich seid mit mir zu reden.

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht wisst wie es sich anfühlt wenn das Herz spürbar zerbricht.

Wertet nicht über mich, wenn es nicht ihr seid die in dieser Welt „normal“ weitermachen muss.

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht meinen Schmerz, meine durchwachsenen Emotionen fühlen könnt und leben müsst.

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht wisst wieviel Kraft und Mut Leben kostet.

Für all die Menschen die von Schicksalen jeglicher Art verschont bleiben und es trotzdem brauchen andere zu bewerten und zu analysieren um sich besser, groß oder wichtig zu fühlen, oder vielleicht aus Langeweile oder Unüberlegtheit, seid dankbar dafür das es das Leben besser mit euch meint, teilt euer Glück, eure Freude, eure Ganzheit, denn das ist wirklich hilfreich, ….aber urteilt, bewertet, analysiert und redet nicht schlecht über etwas von dem ihr keine Ahnung habt und reißt die Wunden damit nicht immer wieder aufs Neue auf.

In Trauer und allgemein schweren Zeiten, Lebenssituationen ist man oft nicht in der Lage „drüber zu stehen“ oder „drauf zu scheißen“ was andere aussprechen.

Freundlichkeit, Ermutigung und Trost geben tut nicht weh, ist ganz einfach und so heilsam.

Für mehr Respekt!

Für mehr Wertschätzung!

Für mehr Liebe!

Für meinen Sohn!

Bewegung, Freundschaft und Liebe…

„Geh Du vor, sagte die Seele zum Körper, auf mich hört er nicht.

Vielleicht hört er auf Dich.

Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben, sagte der Körper zur Seele.“

-Zitat von Ulrich Schaffer

Ich habe vor kurzem dieses Zitat gelesen und es hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt.

Ich war oft krank nach Lio‘s Tod, mein Körper war schlapp, mein Hormonhaushalt durcheinander.

Körperliche Schmerzen jeglicher Art.

Schlafstörungen.

Alpträume.

Chronische Müdigkeit, schwere Beine.

Unruhe, Angst.

Tiefe Traurigkeit begleitet von Wutanfällen.

Das Gefühl innerlich gelähmt zu sein.

Resignation.

Man sagt, alles ganz normal nach so einer schweren, schmerzhaften und traurigen Zeit.

Nach so einem Verlust.

Hin und hergerissen zwischen aufgeben und weitermachen.

Zwischen liegen bleiben und wieder aufstehen.

Seit 6 Monaten habe ich einen liebevollen Mann an meiner Seite der mit mir sämtliche Kämpfe durchsteht.

Unsere Beziehung wächst von Tag zu Tag mehr.

Wir haben zu Beginn unserer Beziehung ausgemacht das wir immer respektvoll miteinander umgehen werden und lernen uns gegenseitig zu verstehen.

Wir reden über alles.

Wir achten darauf was wir einander brauchen.

Und wir reden alles aus, wenn Missverständnisse auftreten oder wir schlechte Laune haben.

Jede Tiefe die wir gemeinsam überstehen macht uns gemeinsam stark.

Jede Höhe wird intensiviert.

Wir lernen uns jeden Tag kennen.

Eine Beziehung mit Tiefgang.

Jedes Schicksal, Verurteilung oder falsche Analyse von außen macht unser Herz weich oder bitter.

Es ist eine Entscheidung.

Es ist eine Entscheidung zu lieben.

Es ist eine Entscheidung wie man mit seinen Mitmenschen umgeht oder was man daraus macht wie man von Ihnen behandelt wird.

Es ist eine Entscheidung wie man mit sich selbst umgeht.

Und dann gibt es da meine Freunde.

Meine Freunde die mich seit vielen Jahren begleiten und ganz besonders für mich da waren als alles stockfinster war.

Jeder für sich hat auf seine Art meine Hand genommen und mich geführt.

Mich getragen.

Jeder für sich unterstützt mich in all meinen Lebenslagen.

Diese Freundschaften die ich besitze sind tief.

Sie sind fest verankert und verwurzelt.

Sie sind Goldwert, authentisch und rein.

Wir überleben gemeinsam Höhen und Tiefen.

Selbstliebe und Selbstachtung zur Seele, zum Körper muss ich lernen, es ist ein täglicher Prozess.

Ich habe wieder mit viel Bewegung angefangen.

Ich lerne wieder gut zu meinem Körper zu sein.

Durch meinen Partner habe ich die Liebe zum klettern entdeckt.

Eine Sportart die Konzentration und Kraft benötigt.

Wo ich meinen Kopf und kreisende Gedanken ausschalten kann.

Meine Beine haben auch wieder zum laufen angefangen, über Wiese und durch Wald.

Ich merke das Bewegung ein großer Halt für mich ist.

Mich ablenkt.

Das es meine Gedanken befreit und meinen Gefühlen ein Ventil ist.

Mir ist klar das diese Lücke die mein Kind hinterlässt niemals schließen wird und das es nichts und niemand gibt was meinen Sohn ersetzen kann.

Mir ist heute mehr denn je bewusst das dieses Leben für jeden enden wird.

Das Nähe, Beziehung, glückliche Momente enorm wichtig sind.

Und Sorgen und Schwierigkeiten auch nicht für ewig anhalten.

Ich merke das ich mich besser fühle wenn ich liebevoller mit mir selbst umgehe.

Wenn ich Motivation und kleine Ziele besitze.

Wenn ich auf meinen Körper und meine Seele höre.

Für mich gibt es keine Zeit mehr seitdem mein kleiner Lio mich verlassen hat.

Und auch keinen Alltag.

Für mich gibt es nur ein Jetzt.

Ich begegne mir jeden Tag selbst und mein Kind ist immer mit dabei.

Nicht an meiner Hand, aber in meinem Herzen.

Eines Tages…

Eines Tages…

werde ich mich freuen.

Eines Tages werde ich jubeln und schreien.

Eines Tages wird wie in meinen Träumen weder Tod noch Trauer mehr sein.

Doch bis dann leide ich unter Qualen.

Bis dann verzerre ich mich nach dir.

Bis dann werde ich keinen Frieden haben, denn einsam bin ich hier.

Dieser Text ist ein Lied von Glashaus.

Kurz und knapp.

Und doch so aussagekräftig.

Und doch so wertvoll.

Und doch so echt.

Ich habe länger nicht geschrieben, warum.

Vielleicht genervt von mir selbst.

Genervt von meiner Trauer die mich immer wieder einholt.

Vielleicht will ich wieder dazu gehören.

Genervt davon alles im Griff halten zu wollen.

Genervt davon zu funktionieren.

Am kämpfen, alles gut zu meistern.

Zu äußern und zu zeigen das ich stark bin.

Zu zeigen das alles super läuft.

In der Tat läuft vieles gut womit ich nicht gerechnet hätte.

Doch heute, jetzt, bin ich nicht stark.

Für diesen Moment will ich es nicht sein.

Einen kurzen Augenblick aussteigen aus dem was ich leiste.

Einen kurzen Moment an meinen Sohn gedenken.

Meinen Sohn Lionel der dieses Jahr 2 Jahre alt werden würde und den ich so sehr vermisse das ich mich jetzt am liebsten vollkommen zurückziehen möchte.

Zurückziehen in die Stille.

Schwach sein für einen kurzen Moment.

Gedenken an den Moment als ich meinen Sohn im Arm halten durfte.

Was für ein großes Geschenk.

Dieses Leben ist nicht zu beschreiben.

Dieses Leben wird immer aus Höhen und Tiefen bestehen.

Dieses Leben wird eine ewige und stetige Veränderung sein.

Ich habe gestern einen super Blogeintrag von jemand gelesen.

Über den Tod.

Tod vor dem sich jeder fürchtet.

Den man am liebsten weit verdrängen will.

Über den man nicht sprechen möchte.

Und doch wird er einen einholen und niemand auf dieser Erde wird dem entkommen.

Und das macht mich so wütend.

Ich verstehe oft den Sinn dieses Leben einfach nicht.

Trotzdem habe ich verstanden was genießen bedeutet.

Was Glück bedeutet.

Was echte Wertschätzung und Respekt ist.

Was Liebe ist.

Was Selbstachtung ist.

Selbstliebe.

Ich will weder werten noch im Alltag versinken.

Ich will weder unter Sorgen leiden noch mich von unwichtigen, materiellen Normen bestimmen lassen.

Ich habe das erlebt was für viele nicht vorstellbar ist.

Ich habe überlebt.

Und ich bin doch eine von vielen.

Und ich mache weiter ohne jemals eine Antwort auf meine Frage zu bekommen.

Ich werde einfach nur sein und da sein.

Und andere sehen, fühlen und verstehen.

Denn ich kann verstehen.

Und mein Herz wird echt und selbstlos dabei sein.

Das ist mein Wunsch.

Mein Ziel.

Das hat mich mein Sohn gelehrt.

https://youtu.be/kR6jEnBi798