Wertet nicht über mich…

Wertet nicht über mich…

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht wisst wie es sich anfühlt täglich aufzuwachen und zu vermissen.

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht wisst wie schwer es ist einen Weg der Verarbeitung finden zu müssen ohne durchzudrehen.

Wertet nicht über mich, wenn ihr mir dabei nicht in die Augen schauen könnt.

Wertet nicht über mich, wenn ihr zu ängstlich seid mit mir zu reden.

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht wisst wie es sich anfühlt wenn das Herz spürbar zerbricht.

Wertet nicht über mich, wenn es nicht ihr seid die in dieser Welt „normal“ weitermachen muss.

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht meinen Schmerz, meine durchwachsenen Emotionen fühlen könnt und leben müsst.

Wertet nicht über mich, wenn ihr nicht wisst wieviel Kraft und Mut Leben kostet.

Für all die Menschen die von Schicksalen jeglicher Art verschont bleiben und es trotzdem brauchen andere zu bewerten und zu analysieren um sich besser, groß oder wichtig zu fühlen, oder vielleicht aus Langeweile oder Unüberlegtheit, seid dankbar dafür das es das Leben besser mit euch meint, teilt euer Glück, eure Freude, eure Ganzheit, denn das ist wirklich hilfreich, ….aber urteilt, bewertet, analysiert und redet nicht schlecht über etwas von dem ihr keine Ahnung habt und reißt die Wunden damit nicht immer wieder aufs Neue auf.

In Trauer und allgemein schweren Zeiten, Lebenssituationen ist man oft nicht in der Lage „drüber zu stehen“ oder „drauf zu scheißen“ was andere aussprechen.

Freundlichkeit, Ermutigung und Trost geben tut nicht weh, ist ganz einfach und so heilsam.

Für mehr Respekt!

Für mehr Wertschätzung!

Für mehr Liebe!

Für meinen Sohn!

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Bewegung, Freundschaft und Liebe…

„Geh Du vor, sagte die Seele zum Körper, auf mich hört er nicht.

Vielleicht hört er auf Dich.

Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben, sagte der Körper zur Seele.“

-Zitat von Ulrich Schaffer

Ich habe vor kurzem dieses Zitat gelesen und es hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt.

Ich war oft krank nach Lio‘s Tod, mein Körper war schlapp, mein Hormonhaushalt durcheinander.

Körperliche Schmerzen jeglicher Art.

Schlafstörungen.

Alpträume.

Chronische Müdigkeit, schwere Beine.

Unruhe, Angst.

Tiefe Traurigkeit begleitet von Wutanfällen.

Das Gefühl innerlich gelähmt zu sein.

Resignation.

Man sagt, alles ganz normal nach so einer schweren, schmerzhaften und traurigen Zeit.

Nach so einem Verlust.

Hin und hergerissen zwischen aufgeben und weitermachen.

Zwischen liegen bleiben und wieder aufstehen.

Seit 6 Monaten habe ich einen liebevollen Mann an meiner Seite der mit mir sämtliche Kämpfe durchsteht.

Unsere Beziehung wächst von Tag zu Tag mehr.

Wir haben zu Beginn unserer Beziehung ausgemacht das wir immer respektvoll miteinander umgehen werden und lernen uns gegenseitig zu verstehen.

Wir reden über alles.

Wir achten darauf was wir einander brauchen.

Und wir reden alles aus, wenn Missverständnisse auftreten oder wir schlechte Laune haben.

Jede Tiefe die wir gemeinsam überstehen macht uns gemeinsam stark.

Jede Höhe wird intensiviert.

Wir lernen uns jeden Tag kennen.

Eine Beziehung mit Tiefgang.

Jedes Schicksal, Verurteilung oder falsche Analyse von außen macht unser Herz weich oder bitter.

Es ist eine Entscheidung.

Es ist eine Entscheidung zu lieben.

Es ist eine Entscheidung wie man mit seinen Mitmenschen umgeht oder was man daraus macht wie man von Ihnen behandelt wird.

Es ist eine Entscheidung wie man mit sich selbst umgeht.

Und dann gibt es da meine Freunde.

Meine Freunde die mich seit vielen Jahren begleiten und ganz besonders für mich da waren als alles stockfinster war.

Jeder für sich hat auf seine Art meine Hand genommen und mich geführt.

Mich getragen.

Jeder für sich unterstützt mich in all meinen Lebenslagen.

Diese Freundschaften die ich besitze sind tief.

Sie sind fest verankert und verwurzelt.

Sie sind Goldwert, authentisch und rein.

Wir überleben gemeinsam Höhen und Tiefen.

Selbstliebe und Selbstachtung zur Seele, zum Körper muss ich lernen, es ist ein täglicher Prozess.

Ich habe wieder mit viel Bewegung angefangen.

Ich lerne wieder gut zu meinem Körper zu sein.

Durch meinen Partner habe ich die Liebe zum klettern entdeckt.

Eine Sportart die Konzentration und Kraft benötigt.

Wo ich meinen Kopf und kreisende Gedanken ausschalten kann.

Meine Beine haben auch wieder zum laufen angefangen, über Wiese und durch Wald.

Ich merke das Bewegung ein großer Halt für mich ist.

Mich ablenkt.

Das es meine Gedanken befreit und meinen Gefühlen ein Ventil ist.

Mir ist klar das diese Lücke die mein Kind hinterlässt niemals schließen wird und das es nichts und niemand gibt was meinen Sohn ersetzen kann.

Mir ist heute mehr denn je bewusst das dieses Leben für jeden enden wird.

Das Nähe, Beziehung, glückliche Momente enorm wichtig sind.

Und Sorgen und Schwierigkeiten auch nicht für ewig anhalten.

Ich merke das ich mich besser fühle wenn ich liebevoller mit mir selbst umgehe.

Wenn ich Motivation und kleine Ziele besitze.

Wenn ich auf meinen Körper und meine Seele höre.

Für mich gibt es keine Zeit mehr seitdem mein kleiner Lio mich verlassen hat.

Und auch keinen Alltag.

Für mich gibt es nur ein Jetzt.

Ich begegne mir jeden Tag selbst und mein Kind ist immer mit dabei.

Nicht an meiner Hand, aber in meinem Herzen.

Eines Tages…

Eines Tages…

werde ich mich freuen.

Eines Tages werde ich jubeln und schreien.

Eines Tages wird wie in meinen Träumen weder Tod noch Trauer mehr sein.

Doch bis dann leide ich unter Qualen.

Bis dann verzerre ich mich nach dir.

Bis dann werde ich keinen Frieden haben, denn einsam bin ich hier.

Dieser Text ist ein Lied von Glashaus.

Kurz und knapp.

Und doch so aussagekräftig.

Und doch so wertvoll.

Und doch so echt.

Ich habe länger nicht geschrieben, warum.

Vielleicht genervt von mir selbst.

Genervt von meiner Trauer die mich immer wieder einholt.

Vielleicht will ich wieder dazu gehören.

Genervt davon alles im Griff halten zu wollen.

Genervt davon zu funktionieren.

Am kämpfen, alles gut zu meistern.

Zu äußern und zu zeigen das ich stark bin.

Zu zeigen das alles super läuft.

In der Tat läuft vieles gut womit ich nicht gerechnet hätte.

Doch heute, jetzt, bin ich nicht stark.

Für diesen Moment will ich es nicht sein.

Einen kurzen Augenblick aussteigen aus dem was ich leiste.

Einen kurzen Moment an meinen Sohn gedenken.

Meinen Sohn Lionel der dieses Jahr 2 Jahre alt werden würde und den ich so sehr vermisse das ich mich jetzt am liebsten vollkommen zurückziehen möchte.

Zurückziehen in die Stille.

Schwach sein für einen kurzen Moment.

Gedenken an den Moment als ich meinen Sohn im Arm halten durfte.

Was für ein großes Geschenk.

Dieses Leben ist nicht zu beschreiben.

Dieses Leben wird immer aus Höhen und Tiefen bestehen.

Dieses Leben wird eine ewige und stetige Veränderung sein.

Ich habe gestern einen super Blogeintrag von jemand gelesen.

Über den Tod.

Tod vor dem sich jeder fürchtet.

Den man am liebsten weit verdrängen will.

Über den man nicht sprechen möchte.

Und doch wird er einen einholen und niemand auf dieser Erde wird dem entkommen.

Und das macht mich so wütend.

Ich verstehe oft den Sinn dieses Leben einfach nicht.

Trotzdem habe ich verstanden was genießen bedeutet.

Was Glück bedeutet.

Was echte Wertschätzung und Respekt ist.

Was Liebe ist.

Was Selbstachtung ist.

Selbstliebe.

Ich will weder werten noch im Alltag versinken.

Ich will weder unter Sorgen leiden noch mich von unwichtigen, materiellen Normen bestimmen lassen.

Ich habe das erlebt was für viele nicht vorstellbar ist.

Ich habe überlebt.

Und ich bin doch eine von vielen.

Und ich mache weiter ohne jemals eine Antwort auf meine Frage zu bekommen.

Ich werde einfach nur sein und da sein.

Und andere sehen, fühlen und verstehen.

Denn ich kann verstehen.

Und mein Herz wird echt und selbstlos dabei sein.

Das ist mein Wunsch.

Mein Ziel.

Das hat mich mein Sohn gelehrt.

https://youtu.be/kR6jEnBi798

Muttertag…

…heute ist der richtige Tag für einen kurzen Blogeintrag.

Regenwetter und kuscheln auf der Couch.

Vor 2 Tagen war Muttertag und ich bin so dankbar das ich einen Partner habe der mit mir mitfühlen kann und obwohl Lio nicht sein Kind war, ist, hat er mir eine große Überraschung zum Muttertag gemacht hat.

Wunderschöne Blumen habe ich von ihm bekommen und ein Armband das meine Bindung zu meinem Sohn symbolisiert.

Und gleichzeitig auch unsere Liebe füreinander.

Und ich bin so dankbar für meine Familie und Freunde die mich so gestärkt und aufgebaut haben mit ihren liebevollen Nachrichten zum Muttertag.

Die Tage vor dem Muttertag waren emotional mal wieder sehr schwer, aber mittlerweile weiß ich wie sich diese fiese, tiefe Traurigkeit anfühlt wenn Feiertage bevorstehen und dadurch das ich authentisch damit umgehe erlaube ich es mir auch traurig zu sein.

Es fühlt sich zum Glück nicht mehr so an als würde mich der Schmerz umbringen.

Dennoch tut es einfach sehr sehr weh.

Vermissen tut weh.

Aber ich kann auch von Herzen aufrichtig sagen das ich mir ein Leben wie ich es jetzt habe nie vorstellen konnte nach Lio‘s Tod.

So kann ich meinen Partner, meine Familie, meine Freunde und mein Umfeld tatsächlich genießen und empfinde bewusste Dankbarkeit.

Genauso habe ich auch den Ernst des Lebens verloren und das ist gut so.

Sorgen und Misserfolge.

Zugefügte Wunden in der Vergangenheit, meiner eigenen Kindheit.

Enttäuschungen und schwieriger Umgang nehme ich mir nicht mehr so negativ zu Herzen.

Zudem betrachte ich meine Mitmenschen anders.

Ich werte zum Glück viel weniger und mein Herz ist offener, wärmer geworden.

Und ich reflektiere mich bewusst und klar selbst.

Halte mir den Spiegel vor meine Augen.

Ich habe keine Angst mehr vor meinen Schwächen und auch nicht vor meinen Stärken.

Mein Leben hat sich vor nicht mal 2 Jahren schlagartig geändert.

Von der einen Sekunde zur anderen war nichts mehr wie es war.

Ich habe überhaupt keine Ahnung warum und was dieses Leben ist.

Warum es gelebt werden muss.

Was es für jeden einzelnen von uns Menschen bedeutet.

Ich lebe einfach.

Mit allen Emotionen.

Mit meinem Schmerz.

Mit meinem Herz.

Brief an mein Kind…

Mein liebster Lio 🦁❤️

heute morgen bin ich aufgewacht und hab so fest an dich gedacht, ich hoffe du spürst, fühlst und weißt das.

Jeden Tag vermisse ich dich, an guten Tagen, an schlechten Tagen.

Ich wünsche mir so sehr das du Teil meines Lebens bist und all die wundervollen Situationen und Momente mitbekommst die mir seitdem du gegangen bist widerfahren.

Man hat mir oft gesagt der Schmerz wird leichter, aber das stimmt gar nicht, der Schmerz wird nur anders.

Manchmal bin ich so traurig darüber das dieses Leben endlich ist.

Und manchmal bin ich so traurig darüber das meine Liebe zu dir nicht dein Leben retten konnte.

Manchmal bin ich so traurig darüber wie Menschen verdrängen können.

Und manchmal bin ich so traurig darüber das es Menschen gibt die nicht verstehen können wenn man über Tod und Verlust offen redet und offen damit umgeht.

Du bist mein Kind, die Liebe meines Lebens und ich möchte nicht über dich schweigen.

Genauso wie andere Mütter und Väter nicht, niemals über ihre lebenden Kinder schweigen würden.

Du hast genau den gleichen, großen und unbezahlbaren Wert.

Ich möchte die wertvollen Augenblicke die wir gemeinsam hatten immer in meinem Herzen und meinem Verstand bewusst tragen und leben.

Auch und vor allem in meinem neuen Alltag.

Und ich will all diese Erinnerungen an dich nicht tot schweigen oder so tun als gäbe es dich nicht nur weil manche Menschen mit Emotionen nicht gut umgehen können oder einen Stock im Arsch haben.

Deswegen widme ich dir jetzt, heute einen neuen Blogeintrag um dir und allen die dies lesen zu schreiben das DU der beste und wertvollste Mensch bist der mir jemals in meinem Leben begegnet ist und ich dich furchtbar vermisse und gar keine Worte finde für meine Liebe zu dir.

Ich hoffe so sehr das wir uns Wiedersehen wenn meine Reise auf dieser Erde beendet ist.

Ich kann es kaum erwarten.

Und bis dahin werde ich immer über dich schreiben, von dir erzählen und das mit unglaublich großem Mutterstolz, ganz egal wie oft es von Menschen die nicht wissen wie es sich anfühlt verurteilt oder gewertet wird.

Ich liebe dich von ganzem Herzen!

Deine Mama❤️

Hoffnung…

Ich habe mich heute Vormittag mit einer lieben Freundin getroffen die ich schon Jahre nicht mehr gesehen habe.

Wir haben uns so gut und wertvoll unterhalten.

So authentisch und herzlich.

So selbst reflektiert und tiefgründig.

Ich liebe solche Gespräche, sie stärken mich immer enorm.

Sich selbst zu verstehen und die eigenen Muster zu erkennen sind immer ein pures Abenteuer.

Ich habe mir heute viele Gedanken über die verschiedenen Etappen in meinem Leben gemacht und bleibe immer dabei stehen das mich nichts so sehr geprägt und verändert hat wie der schmerzhafte Verlust den ich erleben musste.

Manchmal wünsche ich mir meine Unbeschwertheit zurück.

Diese Tage wo mein Leben aus arbeiten und das Geld das ich verdiene, der ganz normale Alltag mein Leben bestimmt hat.

Wo es noch Sorgen gab die immer lösbar waren.

Und doch möchte ich diesen einen Menschen der so wundervoll und zauberhaft war und ist niemals missen.

Meinen Sohn.

Ich muss nach wie vor lernen mit dieser Zerrissenheit die seitdem mein Leben bestimmt klar zu kommen.

Und es ist oft so unfassbar schwer.

Auch im Umgang mit meinen Mitmenschen.

Ich bewege mich in zwei Welten und kämpfe tagtäglich mit meinen Gefühlen und Gedanken.

Ich fühle mich manchmal so unsicher und fremd.

So unsichtbar.

Und dann wiederum möchte ich mich wieder richtig ins Leben stürzen.

In die Liebe, die zwischenmenschlichen Beziehungen und in meine Hobbys.

Ich möchte mich lebendig und motiviert fühlen.

Je mehr ich darüber nachdenke glaube ich auch das es das ist was mein Sohn sich von mir wünscht.

Nicht das ich ihn vergesse, das kann ich sowieso nie, aber das ich dem Leben wieder eine neue Chance gebe, solange ich noch ein Leben habe.

Ich frage mich wie lange wird es dauern bis ich die Akzeptanz und den Frieden darüber erreicht habe.

Ich bin manchmal so müde von mir selbst.

Und doch flackert diese Hoffnung dem Leben doch noch eine Chance zu geben und es lebenswert und liebenswert zu machen immer wieder auf.

Hoffnung hält wach.

Gedankenkreisel…

Gestern habe ich noch zu meinem Freund gesagt das ich lange nicht mehr in meinem Blog geschrieben habe.

Heute morgen bin ich mit Sonnenschein aufgewacht und mein erster Gedanke war wie unterschiedlich es ist wenn man den Tag mit Sonne startet oder im tristen Wintergrau.

Und dann sind meine Gedanken weiter gekreist.

Die letzten Wochen, Tage wie waren sie.

Ostern wäre überstanden.

Feiertage sind keine Tage zum feiern mehr für mich, sondern erinnern mich. Erinnern mich daran das es da jemand gibt der eine große Lücke hinterlassen hat in meinem Leben.

Eine von Lio‘s tollen Patentanten hat mich zu sich nach Hause eingeladen im Kreise ihrer Familie gemeinsam zu Ostern an Lio zu denken.

Es war so gut für mein Herz.

Denn momentan sehe ich irgendwie dabei zu wie die Zeit mein Kind verschlingt.

Tatsächlich mag es sein das mit der Zeit Wunden heilen und es leichter wird, aber das macht nichts ungeschehen oder wieder gut.

Und ersetzt nicht.

Es hat unfassbar weh getan die letzten Tage, ich weiß gar nicht was mehr geschmerzt hat, das mein Kind Ostern nicht mit mir verbringen konnte oder das ich versucht habe Lio beiseite zu schieben um anderen die Tage nicht zu verderben.

Denn eigentlich hätte ich unwahrscheinlich gern geweint und mich verkrochen.

Das ist zu Ostern aber kaum möglich.

Tatsächlich habe ich aber trotz der Traurigkeit über die Ostertage doch einige nette Stunden mit netten Menschen gehabt.

Das tröstet.

Momentan habe ich kein besonders gutes Immunsystem.

Ich bin für meine Verhältnisse oft krank, immer wieder auf‘s Neue.

Das ist auch eine Belastung für mich, weil ich es nicht kenne.

Ich habe aber keine Lust die Ursachen dafür zu erforschen.

Oder tausend Ärzte abzuklappern.

Das ist so Energieraubend für mich.

Keine Ahnung wie ich es erklären soll, oder ob man versteht was ich meine.

Dann kommen die verschiedenen, diversen Tipps, Tricks, Meinungen und Analysen und endet bei Psychosomatik was ich zur Zeit einfach nicht mehr hören kann.

Welche Seele, welcher Körper würde nicht unter dem Verlust seines Kindes leiden?

Für Trauer gibt es keinen Zeitplan.

Ich will einfach nur sein.

Nicht funktionieren oder mich erklären.

Nicht bewertet oder analysiert werden.

Ich will heilen.

Meinen Emotionen die Erlaubnis geben zu sein.

Der Mensch hat so eine unbändige eigene Kraft und Stärke das er Sachen überstehen und überleben kann die unvorstellbar sind.

Die Frage ist nur für was oder wen das alles überstehen?

Ich befinde mich auf der Reise um die Antwort zu finden.

Lio‘s Patentante, sie ist meine langjährige beste Freundin und ich werden in der nächsten Zeit alles für Lio‘s offizielle Verabschiedung bei seiner Ruhestätte in Österreich vorbereiten wo er im Kreise seiner Familie und Freunde seinen Seelenfrieden finden kann.

Endlich.

Der triste Winter ist überstanden, der Frühling kommt, es ist an der Zeit Lio’s Seele einen Ort der Begegnung zu schaffen.

Endlich.